Kindertagesstätte
„Kleine Strolche e.V.“
KONZEPTION

VORWORT
Herzlich Willkommen bei den „Kleinen Strolchen”!
Gemeinsame Bemühungen unserer Erzieherinnen und Eltern haben zu dieser aktuellen Konzeption geführt. Regelmäßige pädagogische Abende und intensiver Austausch waren der Weg dahin, dieses Bild der pädagogischen Arbeit in unserer Elterninitiative „Kleine Strolche e.V.“ zu entwickeln. Dieser Leitfaden soll unsere Kita vorstellen und einen Einblick in unser Kita-Leben geben. Er dient bei Bedarf den Erzieher:innen und den Eltern zur Orientierung bei Fragen zum Ansatz der gemeinsamen Förderung unserer Kinder und zu den verbindlich festgelegten Rahmenbedingungen. Mit dieser pädagogischen Konzeption sprechen wir bestimmte Wert-vorstellungen aus, die eine sinnvolle Arbeit zwischen Kindern, Erzieher:innen und Eltern ermöglichen sollen. Pädagogische Arbeit ist niemals „fertig“ oder „abgeschlossen“. Auch dieses pädagogische Leitbild wird weiterhin für Verbesserungsvorschläge offen sein.

INHALT
Vorwort
1.2. Einrichtungsstruktur
1.3. Das Team
1.4. Der Vorstand
2.1. Pädagogischer Ansatz
4.1. Elternbeteiligung
4.2. Elternmitwirkung
4.3. Beschwerdemanagement
5. Zusammenarbeit mit anderen Einrichtungen und Diensten
1. Wir stellen uns vor
Die Kita „Kleine Strolche e.V.“ entstand 1987 aus einer Elterninitiative heraus. In Eigeninitiative wurde die ehemalige Kruckeler Grundschule umgebaut, und im Februar 1990 öffneten sich erstmals die Pforten der Kita „Kleine Strolche“.
1.1. Träger und Einzugsgebiet
Die Kita ist dem Paritätischen Wohlfahrtsverband angeschlossen. Das Einzugsgebiet erstreckt sich über mehrere Stadtbezirke in Dortmunds Süd-Westen und verfügt bezüglich der Sozialstruktur, Merkmale und Lebenssituation über keine Besonderheiten. Unser Haus befindet sich in schöner Lage in ländlicher Umgebung.
1.2. Einrichtungsstruktur
Gruppenstruktur
Die Kita „Kleine Strolche” besteht aus einer altersgemischten Gruppe von 18 Kindern, davon sind in der Regel 7 Kinder unter 3 Jahren. Die Kinder können ab dem Alter von 4 Monaten aufgenommen und bis zur Einschulung betreut werden.
Die altersgemischte Gruppenstruktur ermöglicht den Kindern, unabhängig von ihrem Alter gemeinsam zu spielen, zu lernen und den Alltag zu gestalten. Jüngere Kinder profitieren von den Erfahrungen und dem Vorbild der älteren Kinder, während diese Verantwortung übernehmen, Rücksichtnahme üben und ihre sozialen Kompetenzen weiterentwickeln. Durch das gemeinsame Miteinander entsteht eine familienähnliche Atmosphäre, die das gegenseitige Lernen unterstützt und die individuelle Entwicklung jedes Kindes fördert.
Betreuungs-, Öffnungs-, Schließ-, Bring- und Abholzeiten
Die Betreuungszeit, die bei der Stadt Dortmund von allen Familien zu belegen ist, beträgt 45 Stunden.
Die Kita „Kleine Strolche“ öffnet:
Mo. – Do. 7:00 bis 16:15 Uhr
Fr. 7:00 bis 15:00 Uhr
Die Bringzeit ist täglich von 7:00 – 8:30 Uhr, in Ausnahmefällen dürfen die Kinder nach Absprache auch um 09:30 Uhr gebracht werden.
Die Abholzeiten sind:
Mo. – Do. 12:30 bis 13:00 Uhr
14:15 bis 14:25 Uhr
15:15 bis 16:15 Uhr
Fr. 12:30 bis 13:00 Uhr
14:00 Uhr
14:45 bis 15:00 Uhr
Hierbei ist zu berücksichtigen, dass nicht nur das Abholen, sondern auch das Verlassen der Kita innerhalb der Abholzeiten erfolgen soll.
Die „Kleinen Strolche“ schließen in den Sommerferien stets für drei Wochen sowie in den Weihnachtsferien für mindestens eine Woche (in der Regel vom 23.12. bis einschließlich 02.01.).
In den Sommerferien ist das i.d.R die zweite Hälfte. Beschlossen werden die genaue Lage und Dauer der Schließungszeiten grundsätzlich gemeinschaftlich in der Mitgliederversammlung im vorangehenden Kitajahr, in Bezug auf die Sommerferien also mit über einem Jahr im Voraus. Außerdem werden dort auch die weiteren Schließungstage, wie z. B. der jährliche Elternsprechtag und die zwei Konzeptionstage festgelegt. An sogenannten „Brückentagen“ hat die Kita üblicherweise nicht geschlossen. Die Anzahl der Schließtage beträgt so im Mittel ca. 24 Tage pro Kitajahr (inkl. 24.12. und 31.12.).
Räume
Die Räumlichkeiten unserer Kita erstrecken sich über 3 Etagen:
Im Erdgeschoss befinden sich der Eingangsbereich, die Garderobe mit gekennzeichneten Haken (bzw. kleinem Spind) für jedes Kind, der Wasch- und Wickelraum und der große Gruppenraum.
Besonderheit des Gruppenraumes ist die großzügig gestaltete Empore. Diese ist unterteilt in einen Spiel- und einen Kuschelbereich. Der Spielbereich ist besonders für Puppen- und Rollenspiel geeignet und entsprechend mit Kindermöbeln, wie z. B. Herd, Spüle, Esstisch, Lebensmittel aus Holz, Geschirr, Töpfen, etc. ausgestattet. Die Kinder können dort bekannte, alltägliche Situationen wie Kochen und Essen nachspielen. Die Kuschelecke mit Zelt sowie Kissen und Decken ermöglicht es den Kindern, sich gemütlich ein Buch anzuschauen oder sich einfach mal ein wenig zurückzuziehen und auszuruhen. Zudem gibt es im Gruppenraum ebenerdig noch eine Mal- und Bastelecke, ein umfangreiches Bücherregal, diverses Bauspielzeug, viele verschiedene Gesellschaftsspiele und weitere Spielmaterialien für alle Altersgruppen.
Der außerdem im Erdgeschoss gelegene Waschraum verfügt über einen Wickeltisch sowie Kinderwaschbecken und Kindertoiletten.
Die 1. Etage beherbergt einen Spielraum mit einem großen begehbarem Spielelement mit Treppen, Spiegeln, Bodenluken und Rutschen. Dazu gibt es Schaukelelemente, einen Weichboden und eine Spielstraße für Autos und Bauklötze.
Neben dem Spielraum befindet sich der Essraum, wo wir mit den Kindern die gemeinsamen Mahlzeiten zu uns nehmen. Als dritter Raum – verbunden mit einer Durchreiche zum Essraum – befindet sich hier die Küche.
Im ausgebauten Dachgeschoss befindet sich unser Malraum für größere, kreative Aktivitäten wie z. B. das Malen mit Finger- und Wasserfarben, Werkarbeiten, Experimente, Tonarbeiten und alle weiteren, meist in Kleingruppen geführte Aktivitäten. Davor befindet sich ein Wickelraum für die Schlafkinder mit zwei Wickeltischen. Einer ist mit einer Treppe für den eigenständigen Aufstieg der Kinder ausgestattet. Nebenan befindet sich der Schlafraum, wo die kleineren Kinder ihren Mittagsschlaf halten. Den Kindern stehen hierfür bodenebene Betten, „Schlafnester“ bereit. Jedes unserer Schlafkinder hat hier seinen eigenen, festen Platz und kann nach Bedarf einen Schlafsack, ein Kuscheltier oder eine Schmusedecke o.ä. mitbringen. Außerhalb der Schlafenszeiten wird der Raum auch für angeleitete Bewegungsangebote genutzt. Wöchentlich findet hier z. B. ein Yoga/Sportangebot statt.
Außengelände
Unser außergewöhnlich großes Außengelände ist eine hervorzuhebende Besonderheit der Kita.
Für kürzere „Draußen“-Zeiten, z.B. vor dem Abholen, steht vor der Kita eine großzügige Fläche mit Sandkasten, Bobbycars und Spielzeug zur Verfügung. Außerdem bieten Freiflächen und naturnah angelegte Bereiche mit Gehölz viele Möglichkeiten für freie Bewegung und fantasievolles Spielen.
Absolutes Highlight ist jedoch sicherlich unser großer Garten hinter dem Gebäude, wo auf rd. 1.500 m² Fläche u.a. eine großzügige Rasenfläche viel Platz zum Austoben bietet. Das Gelände wurde von den Eltern der Kindertagesstätte so gestaltet, dass es den Kindern einen großen Bewegungsfreiraum und unterschiedlichste Möglichkeiten bietet, neue Erfahrungen zu sammeln. Es gibt dort 2 Gartenhäuschen, in denen diverse Fahrzeuge (wie Fahrräder, Laufräder, Bobbycars etc.) sowie Sandspielzeug, Gartengeräte für Kinder, kleine Gartenmöbel u.ä. aufbewahrt werden. Es gibt zudem einen großen Sandkasten mit Sonnensegel, ein Klettergerüst mit Rutsche, eine Nestschaukel, Schaukeln für größere Kinder sowie zwei Kleinkindschaukeln, ein großes Sonnensegel zur Beschattung auf der Rasenfläche, ein Spielhaus sowie Gemüsebeete und Matschtische.
1.3. Das Team
In unserem pädagogischen Team arbeiten aktuell insgesamt 6 Kräfte. Zwei Ganztagskräfte (die pädagogische Leiterin und eine Erzieherin) sowie vier Teilzeitkräfte, bestehend aus zwei Erzieherinnen, einer Kinderpflegerin und einer Hilfskraft, betreuen die Kinder im Wechseldienst. Alle Mitarbeiterinnen arbeiten abwechselnd im Früh-, Mittel- oder Spätdienst und sind gleichermaßen für alle Kinder verantwortlich.
Sehr wertgeschätzt ist auch unsere Alltagshelferin, die uns in der Mittagszeit bei der Essensausgabe und Küchenarbeit unterstützt.
1.4. Der Vorstand
Der Vorstand der Kita „Kleine Strolche“ besteht aus fünf gewählten Eltern:
Der 1. Vorsitz übernimmt sämtliche administrative Aufgaben, von der Wirtschaftsplanung bis hin zu den Personalthemen.
Der 2. Vorsitz beschäftigt sich mit den baulichen bzw. handwerklichen Fragen rund um Gebäude und Außengelände und koordiniert erforderliche Arbeiten, die durch Fachbetriebe oder oft auch die Elternschaft selbst umgesetzt werden.
Der 1. und 2. Vorsitz vertreten den Verein gemeinsam und unterschriftenberechtigt nach außen.
Die Kassenführung kümmert sich um sämtliche finanzielle Belange inkl. der Buchhaltung und fungiert als Schnittstelle zur Steuerberatung.
Die Schriftführung protokolliert alle Sitzungen. Sie besucht die Regionalkonferenzen unseres Dachverbandes – des Deutschen Paritätischen Wohlfahrtsverbandes – und berichtet dem Vorstand über Neuerungen. Zudem koordiniert sie unsere Feste, Veranstaltungen und Aktionen im Laufe des Kitajahres.
Die Elternvertretung ist Ansprechperson für die Eltern bei Fragen oder Problemen, plant die Elterndienste und ist zuständig für die An- und Abmeldung der Kinder beim Jugendamt.
2. Pädagogische Arbeit
Unserer pädagogischen Arbeit liegt der Erziehungs- und Bildungsauftrag des KiBiz (Gesetz zur frühen Bildung und Förderung von Kindern) zu Grunde. Bei der Betreuung, gemeinsamen Bildung und Erziehung aller Kinder ist es uns wichtig, jedes einzelne Kind in der Gruppe in seiner Einzigartigkeit anzunehmen, ihm liebevoll und mit Achtsamkeit zu begegnen und es umfassend zu fördern. Wir begleiten es auf dem Weg zu lernen, selbständig zu denken und zu handeln und seine Persönlichkeit zu entwickeln. Unsere pädagogische Arbeit soll die Familien in ihrer Erziehung unterstützen und ergänzen.
2.1. Pädagogischer Ansatz
Um unseren Erziehungs- und Bildungsauftrag umzusetzen, orientieren wir uns bei den „Kleinen Strolchen“ am „situationsorientierten Ansatz”. Wir nehmen dazu jedes einzelne Kind mit seinen aktuellen Bedürfnissen und Interessen wahr und berücksichtigen seinen derzeitigen Entwicklungsstand und seine soziale Situation.
Wir arbeiten mit den Kindern nicht nach starren Rahmenplänen, sondern greifen aktuelle Themen auf, die die Kinder interessieren. Vielleicht bringt sie z. B. der gerettete Regenwurm auf die Idee mal nachzusehen, wer sonst noch so auf der Wiese lebt, oder die Kinder begeben sich mit Becherlupe auf Forscherreise.
Die Themen der Kinder stehen also im Mittelpunkt der pädagogischen Arbeit. Wir greifen auf, was die Kinder beschäftigt und planen dann dazu spontane Angebote im alltäglichen Geschehen, oder entwickeln gemeinsam mit den Kindern daraus Projekte, die unser Thema über einen längeren Zeitraum beinhalten. Jedem Kind wird der Freiraum gegeben, sich auch hierbei im Rahmen seiner Fähigkeiten und Interessen zu verwirklichen, indem er oder sie eigene Ideen mit einbringen und selbstständig umsetzen darf.
2.2. Pädagogische Zielsetzung
Unsere Kindertagesstätte will die Entwicklung der Kinder ganzheitlich fördern.
Die emotionale Entwicklung des Kindes soll durch einen offenen, um Partnerschaft und gegenseitige Achtung bemühten Umgang aller Beteiligten miteinander – Eltern, Erzieher:innen und Kinder – positiv beeinflusst werden. Die Kinder sollen lernen, eigene Gefühle auszudrücken und zu befriedigen sowie die Gefühle anderer Menschen wahrzunehmen und zu verstehen. Jedes Kind soll in seiner Einzigartigkeit gesehen und seine Lebenssituation berücksichtigt werden.
Die körperliche Entwicklung des Kindes soll sowohl durch eine vielseitige und gesunde Ernährung als auch durch vielfältige Bewegungsmöglichkeiten im Freien und im Raum gefördert werden. Dazu vermitteln wir dem Kind Freude an Bewegung, an der Entfaltung seiner körperlichen Kräfte und Möglichkeiten. Fragen rund um Wissen und Erfahrung mit dem eigenen Körper werden entsprechend des jeweiligen Alters und dem Verständnis des Kindes beantwortet, ebenso zum Thema Sexualität (Woher kommen die Babys? etc.).
Die geistigen Fähigkeiten jedes Kindes sollen sich bei uns frei entfalten. Das Kind kann Erfahrungen mit sich, im Umgang mit den Mitmenschen, mit der Natur und der Umwelt sammeln und auswerten. Selbstständigkeit und Eigenaktivität sind erwünscht und ebenso Zielsetzung unseres pädagogischen Tuns. Lernen und Erfahren sind wichtige Bestandteile des täglichen Miteinanders. Fantasie und Kreativität werden unter Berücksichtigung der individuellen Neigung und Begabung angeregt und ausgelebt. Leistungsdruck oder Konkurrenzverhalten werden bei uns immer vermieden. Geschlechtsspezifische Erziehung, also das Festlegen der Kinder auf eine Geschlechterrolle, ist definitiv nicht vorgesehen.
Der Entwicklung des Sozialverhaltens, als wichtiger Teil der Persönlichkeit, wird bei uns viel Raum gegeben. Konfliktbewältigung soll miteinander gelernt werden, Solidarität und Zusammenarbeit finden die Unterstützung seitens unserer Erzieher:innen. Die Kinder sollen ihre Verhaltensweisen in unterschiedlichen Situationen und entstehende Probleme bewusst erleben lernen. Das Verständnis für die Sichtweisen und Probleme anderer Menschen wird so geweckt und demokratische Verhaltensweisen werden eingeübt.
Im Alltag sieht das so aus, dass die Kinder in die Planung und den Ablauf der Aktivitäten mit einbezogen werden. Das Zusammenleben in der Tagesstätte wird mit den Kindern regelmäßig im Gespräch miteinander reflektiert, um so die Abläufe innerhalb der Gruppe zu erkennen und Kritik äußern zu lernen. Auch die eigene soziale Rolle in der Gruppe ist so bewusst erlebbar, die eigenen positiven Möglichkeiten können erkannt und von den Erzieher:innen unterstützt werden.
2.3. Pädagogische Praxis
Altersmischung
Die Gruppenstruktur unserer kleinen altersgemischten Gruppe bringt verschiedene positive Besonderheiten für die Kinder, Erzieher:innen und auch die Eltern mit. Durch die geringe Gruppenstärke und die Altersmischung wird eine Basis geschaffen, aus der heraus rasch eine familiäre Atmosphäre entsteht. Im täglichen Zusammenleben bleibt ein großer Spielraum, um auf die individuellen Bedürfnisse der Kinder einzugehen.
Durch das Team unserer Erzieher:innen als enge Bezugspersonen und den langen Zeitraum, in dem die Kinder die Einrichtung täglich besuchen, entstehen schnell emotionale Bindung und Gefühle des Vertrauens und Zusammenhalts, die sich im Laufe der Zeit noch intensivieren. Die Altersmischung begünstigt somit die sozial-emotionale Entwicklung der Kinder.
Die älteren Kinder profitieren insofern, als dass sie in natürlichen Situationen Hilfsbereitschaft, Rücksichtnahme und Verständnis für Jüngere und Schwächere entwickeln können, wodurch sie die Fähigkeit zur Perspektivübernahme ausbauen. Sie lernen im Rahmen ihrer Möglichkeiten, Verantwortung für kleinere Kinder mitzutragen. Durch praktisches Helfen können sie bereits erworbene Fähigkeiten weitergeben und ausbauen, Kenntnisse und Wissen vertiefen und Bekanntes neu überdenken. Das ist auch ein wichtiger Baustein zur Stärkung des Selbstbewusstseins.
Das Zusammenleben der „Großen” und „Kleinen” fördert zudem sehr die Kommunikationsfähigkeit der Kinder, um Informationen, Fähigkeiten und Gefühle weitergeben zu können.
Wir achten aber auch stets darauf, dass besonders den älteren Kindern ein Raum zusteht, um ihre eigenen, altersgemäßen Bedürfnisse und Interessen auszuleben. Ebenso brauchen die jüngeren Kinder diesen Raum zur altersspezifischen, individuellen Entwicklung.
Für unsere Kleinen ist die Möglichkeit, Spielsituationen der Älteren zu beobachten, daran teilzuhaben und mitzuwirken eine große Bereicherung. Sie finden so schon früher in ein gemeinsames Spiel. Durch die selbstverständliche Vorbildfunktion der Älteren lernen die Kleinen beobachtend verschiedenste Regeln des sozialen Miteinanders. Dies geschieht so viel selbstverständlicher, als wenn wir Erwachsenen stets erklärend, unterstützend oder schlichtend (verbal) aktiv werden.
Das gegenseitige voneinander Lernen geht natürlich nicht immer ohne Auseinandersetzungen vonstatten. Die Art des „Streitens” ist aufgrund der Alterssituation eine andere. Soziales Lernen vollzieht sich aber notwendigerweise auch über das Erfahren von Konflikten – unabhängig von der Gruppenstruktur. Im alltäglichen Miteinander wird bei uns so immer wieder aufs Neue Rücksichtnahme und Akzeptanz geübt, wie auch das Wahren persönlicher Bedürfnisse erlernt.
Von uns Erzieher:innen und Eltern erfordert das Kita-Leben in der altersgemischten Gruppe eine große Bereitschaft zum gegenseitigen Austausch. Gerade bei der Neuaufnahme der Kleinsten ist eine intensive Zusammenarbeit von großer Bedeutung, um den Kindern einen guten Start in der Gruppe zu ermöglichen. Idealerweise bleibt dieser intensive Austausch über die gesamte Zeit, welche das Kind die Einrichtung besucht, aufrechterhalten.
Tagesablauf
Unser Kita-Tag beginnt frühmorgens um 7:00 Uhr. In der folgenden Zeit bis zum Frühstück füllt sich die Gruppe nach und nach. Geprägt ist diese Zeit von Begrüßungen und Verabschiedungen. Jedes einzelne Kind wird persönlich empfangen und jedes einzelne verabschiedet sich ganz bewusst von seinen Eltern. Ein festes Ritual ist hier das Winken am Fenster. Es begleitet die Kinder oft während der gesamten Kita-Zeit.
Um 8:45 Uhr begibt sich die gesamte Gruppe nach oben in den Essraum zum Frühstück. Durch einen gemeinsamen Beginn mit einem Lied oder einem Tischspruch soll etwas Ruhe einkehren, wir schauen, wer da ist und wer fehlt, welche Aktionen für den Tag anstehen. Die Mahlzeiten sollen neben Nahrungsaufnahme auch eine Gelegenheit sein, zu der in einer möglichst ruhigen Atmosphäre Gespräche unter den Kindern entstehen können. Auch werden die Kinder dahingehend unterstützt, sich selbst zu organisieren und ihre mitgebrachte Mahlzeit bewusst einzunehmen.
In der Zeit nach dem Frühstück kümmern sich die Mitarbeitenden um Kinder und Küche, die Kinder nutzen derzeit den nebenan liegenden großen Spielraum, um ihren Bewegungsdrang auszuleben.
Die Zeit von ca. 9:30-11:30 Uhr wird für unterschiedlichste Aktivitäten genutzt. Ausgangspunkt für fast alle Spielaktivitäten ist der Gruppenraum. Die Kinder nutzen in den immer wieder stattfindenden Freispielphasen aber auch einen Teil des Eingangsbereiches sowie den Spielraum. Die Räumlichkeiten bieten den Kindern gute Möglichkeiten, sich entsprechend der eigenen Bedürfnisse den richtigen Platz zu suchen, sich in Kleingruppen von der Gesamtgruppe abzukoppeln, sich auszuruhen oder auch zu toben. Die Erzieher:innen lassen sich in den Freispielphasen von den Kindern je nach Situation in ihr Spiel mit einbeziehen, begleiten Konflikte oder geben Hilfestellung. Zudem ergibt sich hier eine gute Gelegenheit zur intensiven Beobachtung von Gruppenprozessen und einzelnen Kindern.
Angebote, Aktionen und Projekte finden bei uns sowohl langfristig entsprechend dem Jahresverlauf geplant und der aktuellen Situation der Gruppe statt, wie auch spontan nach den aktuellen Interessen und Vorschlägen der Kinder. Diese werden dann nach Möglichkeit mit Unterstützung konkretisiert, geplant und umgesetzt. Für größere Mal- und Bastelaktivitäten und für die Arbeit in Kleingruppen steht der Malraum im Dachgeschoss zur Verfügung.
Sobald es das Wetter erlaubt, befinden wir uns draußen auf dem großzügigen Außengelände. Bewegungs- und Spielmöglichkeiten entstehen nicht nur durch ein Angebot an Spielgeräten und dem Sandkasten, sondern auch durch einen großen, weitgehend „naturbelassenen“ Raum mit Büschen, Bäumen und versteckten Winkeln.
Kurz vor dem Mittagessen um 11:30 Uhr versammeln wir uns nach dem gemeinsamen Aufräumen im Gruppenraum zum Märchenkreis. Die Sing- und Kreisspiele, Finger- und Rollenspiele, Geburtstagsfeiern und Aktionen zum Jahreslauf gestalten die Kinder durch Vorschläge und Ideen mit.
Nach dem Mittagessen gehen die kleineren Kinder zum Schlafen in die oberste Etage, wobei es hier kein Alterslimit gibt, sondern individuell nach dem Schlafbedürfnis des Kindes entschieden wird. Begleitet werden sie von zwei Erzieher:innen, die so lange im Schlafraum verbleiben, bis alle Kinder eingeschlafen sind. Die Jüngsten werden anfangs häufig noch nach dem Mittagessen zwischen 12:30 und 13:00 Uhr abgeholt.
Für die anderen, also meist älteren Kinder, soll die folgende Zeit Raum bieten, ebenfalls etwas zur Ruhe zu kommen. Sie können intensiver ihren eigenen Spielen nachgehen oder an Projektaktionen weiterarbeiten.
Um kurz vor 14:30 Uhr kommen alle wieder im Essraum zum „Kaffeetrinken“ zusammen. Die Schlafkinder werden geweckt und es gibt eine kleine Zwischenmahlzeit. Ein Großteil der Kinder wird nach dem „Kaffeetrinken” abgeholt. Für die verbleibenden Kinder steht der späte Nachmittag frei für verschiedenste Aktivitäten. Der Tag klingt aus und um 16:15 Uhr sind alle verabschiedet.
Feste Punkte im Wochenrhythmus sind das kreative Gestalten, naturwissenschaftliche Experimente, Yoga/Turnen und Vorschularbeit.
Zudem gibt es immer wiederkehrende Aktionen für die kleineren oder mittleren Altersstufen, dazu Theaterbesuche und Ausflüge in den Wald, zum Spielplatz oder in die nähere Umgebung.
Das gemeinsame Essen findet den Tag über wie folgt statt: morgens nach Ankunft aller Kinder begeben wir uns mit der gesamten Gruppe zum gemeinsamen gesunden Frühstück in den Essraum in die 1. Etage.
Wir setzen uns an zwei große, bereits gedeckte Tische und beginnen das Frühstück mit einem Lied oder einem kleinen Reim. Wir besprechen den Tagesablauf und lassen Kinder, die es möchten, zu Wort kommen.
Der Inhalt der Brotdosen wird von den Eltern nach Bedarf des Kindes gestaltet und richtet sich nach dem gemeinsam entworfenem Ernährungskonzept. Wer mag, kann ein „Kita- Müsli“, wahlweise mit Rosinen, Joghurt und/oder Milch bekommen. Dazu gibt es in unserer Kita jeden Morgen einen Obstteller mit gemischten Sorten. Die Trinkflaschen, welche mitgebracht werden, stehen den Kindern auch außerhalb der Mahlzeiten bereit und werden nach Bedarf aufgefüllt. Zu besonderen Anlässen, wie z. B. dem Geburtstag eines Kindes, gibt es als Highlight meist ein von den Eltern organisiertes „Brötchen-Frühstück”.
Das abwechslungsreiche Mittagessen bekommen wir von dem prämierten und zertifizierten Bio-Cateringservice Rebional (Gemeinschaftskrankenhaus Herdecke) geliefert. Die Auswahl der Gerichte folgt einem empfohlenen Komponentenplan und beinhaltet ein wöchentliches Kinderwunschgericht. Wir essen alle zusammen um 11:45 Uhr.
Nachmittags stärken sich die Kinder (nach dem Mittagsschlaf der Kleinen) gegen 14:30 Uhr nochmal beim gemeinsamen „Kaffeetrinken” mit Obst und kleinen Knabbereien oder auch mal einer Quarkspeise oder Gemüse. Einmal in der Woche bieten wir Brot an und eine Keksdose gehört auch zu uns.
Bei den von der Kita bereitgestellten Lebensmitteln (insbesondere bei Obst, Gemüse und Milchprodukten) achten wir auf Bio-Qualität und Frische. Beim Keks zum Kaffeetrinken oder dem Eis im Sommer wird allerdings auch mal „ein Auge zu gedrückt“.
Bei allen im Alltag angebotenen Speisen richten wir uns nach unserem gemeinsam mit Eltern und Erzieher:innen erstellten „Ernährungskompass“.
Eingewöhnung
Ein sanfter Beginn ist das entscheidende Fundament für eine vertraute und sichere Zeit in der Kita. Wie schnell ein Kind in der Gruppe „angekommen“ ist, variiert stark und ist demnach sehr individuell. Um diesen Prozess bestmöglich zu unterstützen, stehen wir als Team, insbesondere die Eingewöhnungserzieher:in, im stetigen Austausch mit den Familien.
Eine erste Planung ist nach dem Berliner Modell ein Zeitraum von 2 Wochen. Die Eingewöhnung erfolgt unter der Begleitung einer festen Bezugsperson (Eingewöhnungserzieher:in) und einem nicht wechselnden Elternteil.
Die erste Woche nennt man die „Guckwoche“. Das Kind bleibt in dieser Woche so lange in der Gruppe, wie es die neuen Eindrücke positiv annehmen kann. Die Bezugsperson ist nah an dem Kind und dem Elternteil. Am Ende der Woche sind erste, kurze Verabschiedungen angestrebt. In der zweiten Woche wird die Zeit, in der das Kind ohne den Elternteil in der Gruppe verbleibt, schrittweise verlängert. Ziel ist, dass das Kind am Ende der zweiten Woche einen Tag inklusive Mittagessen bewältigt.
Die Eingewöhnungsphase ist ein sensibler Prozess, insbesondere für die jüngsten Kinder. Wir legen großen Wert auf einen kontinuierlichen Austausch und eine enge Zusammenarbeit mit den Familien. So kann Schritt für Schritt eine vertrauensvolle Zusammenarbeit und Beziehung entstehen. Eltern sollen sich die Zeit nehmen, diesen Prozess zu begleiten. Ein sanfter Start soll den Bedürfnissen des Kindes gerecht werden.
Das nachmittägliche Schlafen ist ein weiterer Schritt und wird mit der Familie abgesprochen und begleitet.
Freispiel
„Kinder sollten mehr spielen, als viele Kinder es heutzutage tun. Denn wenn man genügend spielt, solange man klein ist – dann trägt man Schätze in sich herum, aus denen man später sein ganzes Leben schöpfen kann…“ (Astrid Lindgren)
Damit unsere „Kleinen Strolche“ möglichst viele „Schätze” sammeln, ist das Freispiel großer Bestandteil unseres pädagogischen Alltags. In dieser Zeitspanne im Tagesablauf wählen die Kinder selbstbestimmt, was, wo und mit wem sie spielen wollen. Sie verfolgen spontan Spielideen und suchen sich ihr Spielmaterial selbst aus. Die Kinder bestimmen die Art und Dauer des Spiels und setzen sich selbst Ziele.
Unsere Aufgabe ist es, den Kinder Freiräume zu schaffen und vielseitiges Material zur Verfügung zu stellen, damit sie kreativ und fantasievoll spielen können. Unsere Kinder haben zum Beispiel die Möglichkeit zum Kneten, Schneiden oder Basteln. Sie können im Spielraum klettern, springen, tanzen oder eine Höhle bauen, oder sie verkleiden sich und schlüpfen dabei in unterschiedliche Rollen.
Wir stehen lediglich und nur bei Bedarf als Mitspielende und Helfende zur Verfügung und schaffen eine Umgebung, in der sich die Kinder geborgen fühlen. Wir greifen bewusst ein, wenn Grenzen und Regeln verletzt werden, eine Idee von unserer Seite die Spielmöglichkeiten erweitern würde, oder Konflikte entstehen, die die Kinder nicht allein lösen können.
Durch detaillierte Beobachtungen können wir einzelnen Kindern gezielt Zeit und Hilfe anbieten, die diese vielleicht noch brauchen. Außerdem gewinnen wir aus diesen Beobachtungen Erkenntnisse und Ideen für Projekte und Angebote, die wir dann alltagsintegriert anbieten. Die Kinder befriedigen im Freispiel ihre Neugier, ihren Nachahmungstrieb, aktuelle Bedürfnisse und ihren Bewegungsdrang.
In spielerischer Auseinandersetzung mit der Umwelt entfaltet das Kind seine Stärken und lernt gleichzeitig seine Fähigkeiten und Grenzen kennen. Im Umgang mit Mitspieler:innen gewinnt es außerdem soziale Reife.
Bewegung
Kinder entdecken ihre Welt, indem sie sich neugierig auf Neues und offen für „Abenteuer” in Bewegung setzen.
Bewegung ist der „Motor” der geistigen und körperlichen Entwicklung. Deshalb wird ihr in unserer Einrichtung viel Raum gegeben. Die Kinder dürfen sich nach Absprache im ganzen Haus bewegen und die unterschiedlichen Räume nutzen. Einer der beliebtesten Aufenthaltsorte ist unser Spielraum, in dem jeden Tag gehüpft, geklettert, gekullert, getobt, balanciert oder getanzt wird.
Auf unserem weitläufigen Außengelände haben die Kinder jeden Tag vielfältige Möglichkeiten, ihre motorischen Fähigkeiten zu erproben und weiterzuentwickeln. Die Kinder können schaukeln, klettern, rutschen, mit verschiedenen Fahrzeugen über die große Freifläche flitzen oder beispielsweise beim „Stöcke schleppen” in den vielen naturbelassenen Ecken des Gartens ihre Kräfte erproben.
Wichtig ist uns dabei, dass sich die Kinder – neben der Nutzung der gestellten Spielelemente wie Rutschen, Klettergerüsten oder Schaukeln – frei in der Natur bewegen und eigene Spielvarianten entwickeln. Diese werden oft über Wochen bespielt, ausgebaut und von den Kindern wertgeschätzt.
Hier geben wir den Kindern nicht nur einen kreativen Raum. Die Kinder erfinden und erproben sich hier in gemeinsamer Absprache in der Umsetzung von Ideen.
Selbstvertrauen, motorische Sicherheit und Selbstwertgefühl werden gestärkt.
Wir legen großen Wert darauf, die Bewegungsfreude der Kinder zu unterstützen und ihnen vielfältige Gelegenheiten zu bieten sich auszuprobieren. Neben gezielten Bewegungsangeboten im Tagesablauf fördern wir auch das freie und kreative Bewegungsverhalten, indem wir Impulse geben und Bewegungsmaterialien bereitstellen.
Jedes Kind kann sich hier in seiner Körperwahrnehmung erfahren und lernen.
Alltagsintegrierte Sprachförderung
Sprache und Sprechen sind die Grundlagen der Kommunikation. Durch Sprache und Sprechen lernen Kinder, Beziehungen zu Erwachsenen und anderen Kindern aufzubauen, Wünsche und Bedürfnisse zu äußern, sich mitzuteilen und Fragen zu stellen. Damit jedes Kind dazu in der Lage ist, ist die Sprachförderung wichtiger Bestandteil unserer pädagogischen Arbeit. Sprache wird vor allem im Alltag gefördert und baut auf Möglichkeiten und Interessen der Kinder auf. Viele Situationen im Laufe des Kita Tages bieten Gelegenheiten, Sprache zu fördern. Wir legen einen großen Wert darauf, jedes Kind ernst zu nehmen, ihm zuzuhören und ein Verstehen auf „Augenhöhe“, also der Entwicklung entsprechend zu führen.
Für uns bedeutet dies für alle Mitarbeitenden verbindlich, jedes Kind von der Begrüßung an über jede Alltagshandlung sowie jede Spielsituation oder Aktivität individuell zu begleiten, bis hin zum Abschied am Nachmittag.
Es beginnt beim Frühstück, das wir mit einem Tischspruch starten und bei dem wir die Kinder auffordern, von Erlebnissen zu erzählen. Wir geben jedem Kind den Raum zu Wort zu kommen.
Sprachförderung findet beim Vorlesen und Betrachten von Bilderbüchern statt, genauso wie beim Singen, beim Fingerspiel oder bei verschiedenen Tischspielen. Sie findet tagtäglich im Rollenspiel, beim Reimen oder Erfinden von Quatschwörtern statt.
Hauptsächlich ist Sprache aber ein ganz wichtiger Alltagsbegleiter und genauso spiegelt sie sich in allen Situationen und ist somit unsere gemeinsame Hauptkompetenz. Wir Erzieher:innen unterstützen die Sprechfreude, sind sprachliches Vorbild und begleiten unser Handeln z. B. beim Wickeln oder Anziehen immer verbal. Die Kinder werden nicht explizit korrigiert, sondern wir signalisieren, dass wir sie verstanden haben und geben ihnen durch korrekte Aussprache den Anreiz, weiter zu üben.
Wir achten auf einen spielerischen und freudigen Umgang mit Sprache und kommunizieren mit den Kindern auf Augenhöhe.
Zur Beobachtung und Dokumentation der Sprachentwicklung wird bei uns ein- bis zweimal jährlich der Beobachtungsleitfaden „Basic“ eingesetzt. Erkenntnisse aus diesen Beobachtungen werden dann gezielt in der weiteren Begleitung des Kindes in seiner Sprachentwicklung umgesetzt. Wenn wir besonders hohen Sprachförderbedarf beobachten, empfehlen wir den Eltern die Beratung bei einem Logopäden oder einer Logopädin, um das Kind gezielt zu fördern.
Partizipation
„Partizipation heißt Entscheidungen, die das Leben und das Leben der Gemeinschaft betreffen zu teilen und gemeinsam Lösungen für Probleme zu finden” (Dr. Richard Schröder, 1996).
Im Kita-Leben bedeutet Partizipation oder Teilhabe, die Kinder im Rahmen ihrer Möglichkeiten regelmäßig bei Planungs-, Aushandlungs- und Entscheidungsprozessen einzubeziehen.
Kinder haben eigene Ideen, Meinungen und oft einen besonderen Blick auf die Dinge, denn sie sind „Experten in eigener Sache“. Es geht uns nicht darum, dass Kinder alles dürfen. Wir wollen aber das Recht der Kinder berücksichtigen, ihre Meinung frei zu äußern und diese ihrem Alter entsprechend zu kommunizieren.
Grundsätzlich wollen wir immer Vorbild sein. Wir nehmen die Kinder als Individuum wahr und ernst, ohne dass die Grenze zwischen Erwachsenem und Kind verschwimmt. Wir sehen die Kinder als kompetente Mitmenschen und begegnen ihnen mit Achtung, Respekt und Wertschätzung.
Damit Kinder ihre Meinungen äußern und Entscheidungen treffen können, müssen sie Dinge ausprobieren dürfen und Erfahrungen sammeln. Es ist unsere Aufgabe, ihnen viele Gelegenheiten zu bieten, sodass sie wissen, wofür oder wogegen sie sich entscheiden.
Bei uns wird vor allem die morgendliche Frühstücksrunde und auch der gemeinsame Märchenkreis vor dem Mittagessen genutzt, um die Kinder in Planungs- und Entscheidungsprozesse mit einzubeziehen. In der Frühstücksrunde fordern wir die Kinder auf, von ihren Erlebnissen zu erzählen und besprechen zusammen den kommenden Tag. Wir stellen Fragen und ermutigen die Kinder, ihre Interessen und Bedürfnisse zu formulieren, damit diese in die Planung von Aktivitäten einfließen. Es wird z. B. über den nächsten Ausflug diskutiert oder abgestimmt, ob wir einen Waldspaziergang machen, anstatt in den Garten zu gehen. Oft werden Regeln besprochen, vielleicht nochmal hinterfragt und eventuell auch geändert.
Im Märchenkreis, der vor dem Mittagessen stattfindet, überlegen wir mit den Kindern gemeinsam, welche Lieder wir singen, ob wir ein Fingerspiel machen oder eventuell ein Bilderbuch vorlesen. Hier können Kinder und Erzieher:innen auch erzählen, was ihnen heute in der Kita gefallen hat oder nicht. Beschwerden werden angehört und mit den Kindern gemeinsam nach Lösungen gesucht. Die Kinder erfahren, dass ihre Meinung wichtig ist und lernen, dass sie an der Gestaltung ihres Alltags mitwirken können.
Voraussetzung dafür ist, dass die Kinder gelernt haben, ihre eigenen Bedürfnisse zu erkennen, deren Befriedigung einzufordern oder sie zu verteidigen. In diesem Prozess begleiten wir die Kinder und helfen ihnen zu akzeptieren, dass es auch die Bedürfnisse der ANDEREN gibt und man sich nicht immer nur durchsetzen kann. Dadurch lernen sie zu verstehen, dass ein JEDER und eine JEDE manchmal Kompromisse eingehen und sich der Mehrheitsentscheidung fügen muss.
Partizipation ist ein wichtiges Element auf dem Weg zur demokratischen Bildung und die Kita ein guter Ort zum Üben. Für unsere altersgemischte Gruppe stellt sich die Frage: „Ist Beteiligung von klein auf möglich“? Im gelebten Alltag mit den Kindern ist für uns deutlich geworden: das Alter spielt für die Beteiligung keine Rolle, die Form der Beteiligung ist jedoch eine andere und auch nonverbale Reaktionen müssen wahrgenommen werden. Je jünger die Kinder sind, umso wichtiger ist es, ihre Signale wie z. B. ihre Körpersprache zu beobachten. Durch Mimik und Gestik gibt uns das Kind vielleicht zu verstehen, dass es eventuell von einer anderen Erzieher:in gewickelt werden möchte. Kinder werden zu oft unterschätzt! Bei uns bekommen sie eine geschärfte Wahrnehmung mit Fokus auf „ihre Sprache” und angemessene Unterstützung. Sind sie auch noch so klein, so sind sie doch schon in der Lage, ihren Kita-Alltag gezielt mitzugestalten.
Experimente der „Schlauen Füchse”
In unserer Kita finden sich die 5-6-jährigen Kinder („die Schlauen Füchse“) wöchentlich zum gemeinsamen Experimentieren zusammen.
Mit altersgerechten Angeboten werden naturwissenschaftliche Prozesse veranschaulicht.
Wir testen, wie frisch das Frühstücksei ist, lassen einen Backpulvervulkan ausbrechen und beobachten, ob es möglich ist, ein Gummibärchen in einem Wasserglas zu versenken, ohne dass es nass wird. Es sind einfache und leicht überschaubare Experimente, die das Interesse an biologischen und chemischen Vorgängen wecken und diese veranschaulichen.
Schwerpunkt ist hierbei, dass jedem Kind das gezielte Beobachten ermöglicht wird. Auch kann jedes Kind seine Ideen und Eindrücke schildern und erproben, um gemeinsam Erklärungs- oder Lösungswege zu finden.
Wir wollen die natürliche Neugier der Kinder und ihren Forschergeist nutzen, sich den wundersamen und beeindruckenden Vorgängen der Natur zu öffnen. Im Vordergrund steht hier immer die Freude am Ausprobieren und die Faszination an Prozessen. Im Rahmen der Aktionen lernen die Kinder Beobachtetes in Worte zu fassen und sich mit anderen auszutauschen. Sie üben sich in Ausdruck und im Zuhören sowie in der gemeinschaftlichen Arbeit, um zu einem Ziel zu kommen.
Die Kinder verinnerlichen mit der Zeit das Regelwerk, das für ein verantwortliches und sicheres Umgehen mit den Materialien erforderlich ist, sowie ein rücksichtsvolles und unterstützendes Verhalten der Gruppe gegenüber. Jede Person darf ihre Meinung äußern, es gibt kein falsch oder richtig, wir hören zu und alle werden ernst genommen.
Zudem verwalten die Kinder in Selbstständigkeit ihre Zeichnungen der Experimente in einer Mappe. Sie bringen Beobachtetes zu Papier und veranschaulichen dabei ganz individuell die Prozesse der einzelnen Experimente. Im Vordergrund steht bei den „schlauen Füchsen” immer die Freude am Ausprobieren und Entdecken, die Rücksichtnahme auf Ideen anderer und der Erwerb von Kenntnissen ganz nach individuellem Entwicklungsstand.
Vorschularbeit
Die Vorschularbeit beinhaltet regelmäßige Übungen zur Förderung der Feinmotorik, der Konzentration und des logischen Denkens. Durch spielerische Aufgaben und kleine Projekte werden die Kinder gezielt auf die Anforderungen des Schulalltags vorbereitet und in ihrer Selbstständigkeit bestärkt. Wichtig ist uns hier die Entwicklung eines jeden einzelnen Kindes aber auch die Zusammenarbeit in der Gruppe.
Musikprojekt
Wir schätzen es sehr, im zweiten Halbjahr eines jeden Kitajahres mit der benachbarten Musikschule unser „Kita Kleine Strolche Band“-Projekt zu erleben.
Hier dürfen die beiden ältesten Jahrgänge sich individuell an Instrumenten ausprobieren. Die Kinder lernen Rhythmik und Melodien kennen und schließen dieses Projekt mit einem ganz eigenen Song und einem Liveauftritt der Band ab.
Beobachtung und Dokumentation
In der Kita „Kleine Strolche“ werden die Kinder nicht nur in ihrem Alltag begleitet, es erfolgt auch eine Dokumentation ihrer Entwicklung nach den gesetzlichen Vorschriften.
Diese beinhaltet zum einen eine Mappe, in der Bilder, Fotos und Bastelarbeiten aufbewahrt werden, als auch Beobachtungen des Kindes im Alltag anhand des Gelsenkirchener Beobachtungsbogen, zwei Mal jährlich im Gesamtteam bearbeitete Basic Entwicklungsbögen sowie einen Abschlussbogen für Vorschulkinder.
Diese Beobachtungen bilden die Grundlage für regelmäßig stattfindende Elterngespräche, in denen sich die Erzieher:innen und Eltern austauschen und gemeinsam betrachten, wie das Kind sich entwickelt, ob es Förderung braucht und wie die Zusammenarbeit zwischen Eltern und Kita aussehen kann.
3. Personalentwicklung
Das Team der „Kleinen Strolche“ nutzt die wöchentlichen Teamsitzungen und die zwei jährlichen Konzeptionstage neben Planung, Entwicklung und Elterngesprächen, die pädagogische Arbeit zu reflektieren, sie auszuwerten und durchaus kritisch zu hinterfragen. Wichtiger Baustein dafür ist die kollegiale Beratung. Das erfordert von jeder einzelnen Person im Team ein hohes Maß an Reflexions- und Konfliktfähigkeit. Eine Grundvoraussetzung dafür ist, dass im Team jede Person in ihrer Persönlichkeit wahrgenommen und vor allem wertgeschätzt wird. In den Teamsitzungen werden Aufgaben und Zuständigkeiten verteilt, wobei die Stärken einer jeden Person einbezogen und Schwerpunkte gepflegt und ausgebaut werden. Alle im Team sind motiviert, sich fachlich kontinuierlich weiterzubilden und wählen regelmäßig entsprechende Fortbildungen aus. Den Arbeitskreis der Leitungen des Paritätischen Wohlfahrtsverband nutzen wir zur Netzwerkarbeit und fachlichem Austausch auf Leitungsebene. Die Elternschaft, die die arbeitgebende Seite darstellt, führt vertreten durch den 1. Vorsitz zu Beginn jedes neuen Jahres und bei Bedarf auch öfter vertrauliche Gepräche mit den Mitarbeiter:innen. Dabei werden pädagogische Zielsetzungen für das nächste Jahr vereinbart und der persönliche Entwicklungs- und Weiterbildungsbedarf identifiziert sowie entsprechende Maßnahmen vereinbart.
4. Partnerschaft mit den Eltern
Ein wesentlicher Teil unserer Arbeit ist die Begleitung von Eltern in ihrem Erziehungsalltag. Dazu ist eine gute Partnerschaft mit den Eltern sehr wichtig, denn die Arbeit und das Leben in der Kita sind immer abhängig vom Engagement und der Mitverantwortung der Eltern. Es gibt zahlreiche Bereiche in unserer Kita, die Elternbeteiligung bzw. -mitwirkung fordern oder notwendig machen.
4.1. Elternbeteiligung
Elternabende: Die Elternabende werden entweder durch die Erzieher:innen, Eltern oder externe Referent:innen zu pädagogischen Themen vorbereitet oder finden als offene Gesprächsabende statt.
Elterngespräche: Bei den Elterngesprächen wird den Eltern die Möglichkeit geboten, sich allein mit den Erzieher:innen über ihr Kind zu auszutauschen. Die Elterngespräche finden an einem jährlich angesetzten Elternsprechtag statt. Bedarfsbedingt werden zudem gesonderte Gespräche terminiert.
Es ist vorgesehen, dass Eltern mindestens einmal pro Jahr zum Elterngespräch eingeladen werden.
Hospitation: Die Eltern haben jederzeit die Möglichkeit, in der Kita zu hospitieren und ihr Kind und den Kita-Alltag mitzuerleben.
4.2. Elternmitwirkung
Die Beteiligung der Eltern an der Arbeit in der Kita erfolgt in den Bereichen „Vorstand“ (unter Punkt 1.5. beschrieben), in der „Präsenzgruppe“, bei der Mitgliederversammlung und darüber hinaus bei den verschiedenen Aktionen und Festen sowie bei individuell wählbaren „Elterndiensten“.
Die „Präsenzgruppe“ umfasst alle Familien/Eltern, die nicht im Vorstand tätig sind. Diese haben u.a. die Aufgabe, freitags während der Teambesprechungen in der Zeit von 13 – 15 Uhr die Kindergruppe gemeinsam mit einer Mitarbeiterin zu betreuen. Diese Dienste werden vor jedem Kita-Halbjahr (nach Rücksprache) unter den Eltern aufgeteilt. Diese Zeiten nutzen die Erzieher:innen zur Vorbereitung, Koordinierung und Dokumentation ihrer Arbeit. Zudem übernehmen diese Familien weitere abgesprochene und im Kita-Alltag anfallende Aufgaben, wie z. B. den Altpapierdienst und das Rasenmähen.
In den Mitgliederversammlungen wird der Vereinsvorstand für seine Arbeit durch demokratische Abstimmung legitimiert. Hier werden alle notwendigen Entscheidungen über die organisatorische Arbeit im Verein getroffen. Die Beschlüsse der Mitgliederversammlungen sind für alle Eltern verbindlich.
Innerhalb eines Kitajahres finden zwei Elternabende, zwei Mitgliederversammlungen (davon ist eine die Jahreshauptversammlung) sowie mindestens ein Elterngespräch statt.
Wiederkehrende Feste und Veranstaltungen
Im Frühjahr findet das „Frühlingsfest” statt, das neben dem geselligen Beisammensein vor allem dazu dient, unser Außengelände fit für die kommende Saison zu machen.
Im Frühsommer machen Eltern und Kinder gemeinsam einen Wochenendausflug – die Kita-Fahrt – mit kleinem, geplanten Freizeitprogramm in eine Jugendfreizeitstätte o.ä. (Freitagabend bis Sonntagmittag). Dabei ist die Entfernung der Unterkunft stets so gewählt, dass auch eine Anreise am Samstagmorgen oder ein Tagesbesuch möglich sind, falls eine Familie nicht das ganze Wochenende dabei sein kann oder möchte.
Wir feiern außerdem jedes Jahr ein großes Sommerfest im Garten der Kita, bei dem es um Spiel und Spaß für Groß und Klein geht.
Ebenfalls in der Sommerzeit treffen sich die Familien und Kinder für eine Nacht zum „Eltern-Kind-Zelten“ im Kita-Garten (freitags auf samstags). Es wird gemeinsam gespielt, gegessen, Stockbrot am Feuer gebacken, durch die Nacht gewandert, im Zelt übernachtet, gemeinsam gefrühstückt und anschließend alles wieder für den nächsten Kitatag hergerichtet.
Zu St. Martin ziehen wir mit den selbstgebastelten Laternen durch die Straßen, Singen gemeinsam und kommen anschließend in der Kita zum gemütlichen Beisammensitzen zusammen.
Bei unserer Herbstaktion wird gemeinschaftlich das Außengelände an einem Samstagvormittag von herab gefallenem Laub befreit und für den Winter vorbereitet.
In der Adventszeit feiern wir abschließend noch das weihnachtliche Nikolausfest. Dieses wird mit Kindern und Team einen ganzen Tag zelebriert und beinhaltet viele gemeinsam erdachte Vorbereitungen.
Alle Termine werden auf einer Mitgliederversammlung besprochen und beschlossen.
4.3. Beschwerdemanagement
Uns ist eine beschwerdefreundliche Haltung wichtig. Beschwerden in unserer Kindertagesstätte können in Form von Kritik, Verbesserungsvorschlägen, Anregungen oder Anfragen ausgedrückt werden. Sie werden als hilfreich und als positiv für die Entwicklung des Kindergartens betrachtet. Mit Beschwerden aller Art gehen wir vertrauensvoll um.
Die Eltern können sich beschweren:
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- bei den pädagogischen Fachkräften
- beim Vorstand bzw. der Elternvertretung
- auf den Mitgliederversammlungen
- bei Elternabenden
Die Beschwerden werden bearbeitet:
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- im Dialog auf Augenhöhe, um gemeinsam Lösungen zu finden
- in Elterngesprächen
- durch Weiterleitung an die zuständige Stelle
- im Dialog mit der Elternvertretung / dem Vorstand
- bei den Mitgliederversammlungen
- in Teamsitzungen
- auf Elternabenden
5. Zusammenarbeit mit anderen Einrichtungen und Diensten
In fachlichen und rechtlichen Fragen berät uns unser Dachverband, der Paritätische Wohlfahrtsverband, bei dem auch in regelmäßigen Abständen die Leitungstreffen stattfinden. Des Weiteren bestehen eine Zusammenarbeit und ein regelmäßiger Austausch mit den ortsansässigen Schulen.
Bei Bedarf arbeiten wir zum Wohle der Kinder und der Familien mit verschiedenen, die Erziehung und Entwicklung unterstützenden Institutionen zusammen (z. B. Logopädie, Ergotherapie oder Psychologie). Wir stehen zudem in enger Verbindung mit dem Familienbüro in Hombruch und pflegen Kontakt zu Polizei und Feuerwehr. Mit dem örtlichen und dem Landesjugendamt besteht regelmäßiger Austausch.
6. Öffentlichkeitsarbeit
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- Stetige aktualisierung der Homepage
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- Förderung der Einrichtung durch Organisationen wie Schulengel.de oder Waffel-Verkaufsaktionen o.ä.
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- Aktive und stetige Sponsorensuche und Spendenakquise durch die Eltern
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- Verknüpfung mit dem Kitaportal
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- Flyer/Aushänge
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- Presseartikel in den örtlichen Tageszeitungen bei besonderen Anlässen
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- Regelmäßige Überarbeitung der pädagogischen Konzeption
7. Qualitätsmanagement
Unsere Qualitätsstandards:
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- Die pädagogische Konzeption der Kita „Kleine Strolche” wird kontinuierlich aktualisiert und weiterentwickelt.
- Die pädagogische Konzeption der Kita „Kleine Strolche” wird kontinuierlich aktualisiert und weiterentwickelt.
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- Jedes Kind wird individuell wahrgenommen und gefördert. Es bestehen vertrauensvolle Beziehungen zwischen den pädagogischen Mitarbeiter:innen und den Kindern. Die Entwicklung jedes Kindes wird kontinuierlich beobachtet und regelmäßig dokumentiert (siehe Punkt 2.1).
- Jedes Kind wird individuell wahrgenommen und gefördert. Es bestehen vertrauensvolle Beziehungen zwischen den pädagogischen Mitarbeiter:innen und den Kindern. Die Entwicklung jedes Kindes wird kontinuierlich beobachtet und regelmäßig dokumentiert (siehe Punkt 2.1).
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- Die Kita „Kleine Strolche” verfügt über eine hohe Personalkontinuität. Die Mitarbeiter:innen bilden sich regelmäßig fort und tauschen sich wöchentlich aus (siehe Punkt 3).
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- Die Sprachbildung findet alltagsintegriert statt. Die pädagogischen Fachkräfte schaffen im Alltag vielfältige Sprechanlässe und lesen regelmäßig vor (siehe Punkt 2.2).
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- Kinder werden ermutigt, sich zu äußern. Beschwerden von Kindern und Eltern werden ernst genommen. Es gibt unterschiedliche Beschwerdeverfahren, deren ordnungsgemäße Bearbeitung sichergestellt ist (siehe Punkt 4.2).
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- Die Zusammenarbeit mit anderen Diensten und Institutionen ist in der pädagogischen Konzeption der Kita verankert (siehe Punkt 5).
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- Die Einrichtung verfügt über ein Kinderschutzkonzept. Dieses ist für alle Beschäftigten sowie auch der Elternschaft gegenüber verpflichtend.
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- Die Kita hält die Hygienestandards des Gesundheit – und Veterinäramtes der Stadt Dortmund ein und wird regelmäßig überprüft.
Qualitätssicherung und -entwicklung:
In den regelmäßig stattfindenden Vorstands- und Mitgliederversammlungen werden Themen rund um die Qualitätssicherung aufgenommen, im Kollektiv besprochen und (falls notwendig) mit entsprechenden Maßnahmen abgearbeitet. Etwa alle zwei Jahre werden die Qualitätsstandards anhand der „Empfehlungen zur Qualitätsentwicklung” des LWL und LVR im Rahmen der Überarbeitung dieser Konzeption überprüft und ggfs. angepasst.
8. Schutzauftrag
Die Kita hat – neben der Vermittlung von Kompetenzen und Begleitung der Eltern in der Erziehung – vom Gesetzgeber auch einen Schutzauftrag bei Kindeswohlgefährdung (§ 8a SGB VIII) erhalten.
Darin wird die Verantwortung der Kita für das Wohl des Kindes betont und der Weg gezeichnet, wie diese Aufgabe möglichst im Kontakt mit den Eltern wahrgenommen werden soll. Wir sind verpflichtet, Anhaltspunkte für eine Kindeswohlgefährdung aufmerksam wahrzunehmen (körperliche oder seelische Vernachlässigung, sexuelle Gewalt, etc.) und unter Hinzuziehen einer insoweit erfahrenen Fachkraft das Gefährdungsrisiko einzuschätzen, damit Kind und Familie zeitnah Hilfe erhalten.
In den Gesprächen mit den Eltern, die immer von zwei Erzieher:innen geführt werden, muss deutlich werden, dass die Familie Hilfe braucht und diese auch in Anspruch genommen wird. Wir stellen den Eltern Hilfsinstitutionen vor (Beratungsstellen, Kinderarzt, Familienhilfe, Jugendamt, etc.), dokumentieren, welche verbindlichen Vereinbarungen (zeitnah) getroffen werden und überprüfen die Umsetzung, ob die Kindeswohlgefährdung abgewendet werden kann. Bei schwerwiegendem Verdacht auf Kindeswohlgefährdung und wenn die Eltern nicht bereit oder in der Lage sind, eine Gefährdung des Wohles des Kindes abzuwenden, sieht der Gesetzgeber die Kooperation mit dem Jugendamt vor. In diesem Fall würden wir Erzieher:innen sehr sensibel die Rolle der Vermittler:in zwischen Eltern und staatlichen Ämtern übernehmen.
Grundsätzlich werden von den Mitarbeiter:innen regelmäßig erweiterte polizeiliche Führungszeugnisse eingeholt und geprüft. Eine Mitarbeiter:in ist zudem zum Thema „Kindeswohlgefährdung” fortgebildet und dient als Multiplikator:in für neue Informationen zu diesem Thema.

